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Was ist ein Glaukom?
Als Glaukome bezeichnet man eine Vielzahl von Augenkrankheiten, die zu einem höchst traurigen Resultat führen, wenn Sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden – sie zerstören den Sehnerv!
Beim Glaukom gehen die Nervenfasern in Sehnerv und Netzhaut zu Grunde. Diese Fasern haben die Aufgabe, die von den Rezeptorzellen der Netzhaut aufgenommenen Seheindrücke zu bündeln und über den Sehnerv zum Sehzentrum im Gehirn weiterzuleiten.

Es gibt mehrere Faktoren, die zum Untergang dieser Zellen führen. Die beiden wichtigsten sind ein erhöhter Augeninnendruck und eine unzureichende Blutversorgung dieser empfindlichen Zellen.
Lange Jahre galt ein erhöhter, also jenseits der Grenze von 22 mmHg liegender Augeninnendruck als Synonym für das Glaukom. Heute wissen wir, dass die Wahrscheinlichkeit eines Sehnervenschadens umso größer wird, je mehr diese Grenze überschritten wird. Ein Patient mit einem Augeninnendruck von 35 mmHg wird mit mehr als fünffach erhöhter Wahrscheinlichkeit an Glaukom erkranken als ein Mensch mit 23 oder 24 mmHg.
Eine Entscheidung darüber, ob jemand an Glaukom erkrankt ist oder nicht, ist aufgrund der Messung des Augeninnendrucks allein nicht zu treffen. Wenn nur der Augendruck als Glaukomscreening gemessen wird, wird die Hälfte aller Glaukome übersehen! Entscheidend ist die Beurteilung des Sehnervs durch den Augenarzt. Wenn eine Schädigung dieser wichtigen Struktur vorliegt, erkennt der Augenarzt bei der Augenhintergrunduntersuchung mit dem Mikroskop und Speziallupen eine Eindellung des Sehnervs als Ausdruck des Verlustes an Nervenfasern.
Die dritte Komponente in der klassischen Glaukomdiagnostik ist neben der Augeninnendruckmessung und dem Sehnerv-Check die Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie). Hierbei kann man jenen für das Glaukom so typischen Schädigungen auf die Spur kommen: den zunächst noch kleinen Ausfällen im Gesichtsfeld, die außerhalb des Zentrums liegen und deshalb vom Betroffenen gar nicht bemerkt werden oder erst später, wenn bereits große Segmente der Gesichtsfeldwahrnehmung verloren gegangen sind. Nicht vergessen werden darf jedoch: Der Schaden an der Papille tritt meist viele Jahre vor den ersten perimetrisch nachweisbaren Gesichtsfeldausfällen ein – die Untersuchung der Papille (Sehnerv-Check) ist somit für die Früherkennung entscheidender als die Bestimmung des Gesichtsfeldes.
Eine Reihe innovativer diagnostischer Methoden erlauben darüber hinaus eine genaue Analyse des Sehnervenkopfes und der möglicherweise bestehenden glaukomatösen Schädigungen. So wird z.B. bei der Tomographie mit dem OCT eine detaillierte Messung der Nervenfaserschichtdicke möglich. Diese Analyse gibt wesentlich genauer Aufschluss über das Ausmaß eines Glaukomschadens, als es noch bis vor kurzem mit der Untersuchung des Augenhintergrundes allein möglich war. Auch diese Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist – wie die gesamte Glaukomvorsorge – absolut schmerzfrei. |
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Den meisten Glaukompatienten kann mit Augentropfen (Antiglaukomatosa) geholfen werden. Die schon seit langem bewährten Betablocker wurden in den letzten Jahren durch innovative Medikamente ergänzt. So können Prostaglandine und Alpha-Agonisten sehr effektiv den Augeninnendruck senken.
Eine weitere neue Substanzklasse, die lokalen Carboanhydrasehemmer, haben neben der Drucksenkung offenbar einen weiteren therapeutischen Effekt und können, wie Studien belegen, die beim Glaukom- patienten beeinträchtigte Durchblutung der hinteren Augenabschnitte verbessern.
Wie die Individualität der Menschen einzigartig ist, so manifestiert sich jedes Glaukom unterschiedlich und bedarf daher einer auf die Einzelerkrankung abgestimmten Behandlungs- und Verlaufskontrolle
Diese Operationen sind im Vergleich zur Operation des grauen Stars selten geworden, da durch moderne Medikation der grüne Star in den meisten Fällen gut eingestellt werden kann.
Operation zur Verbesserung der Kammerwasserzirkulation bei eingeengtem Kammerwinkel (Winkelblock/Engwinkelglaukom) Iridektomie
Hier wird durch Schaffung eines kleinen Loches in der Regenbogenhaut die Zirkulation zwischen vorderer und hinterer Augenkammer wiederhergestellt
Trabekulektomie
Dieses ist eine Operation zur Verbesserung des Kammerwasserabflusses. Durch Schaffung eines Kanals in die Lederhaut, die dem Kammerwasser ermöglicht, direkt unter die Bindehaut zu fließen, wird der Abfluß deutlich verbessert und dadurch der hohe Augeninnendruck gesenkt.
Cyclophotokoagulation/Cyclokryokoagulation
Bei dieser Operation wird durch gezielte Koagulation des Ciliarkörpers eine teilweise Vernarbung des Kammerwasserproduktionsortes durchgeführt.

In der Regel wird dafür von uns ein spezielle Laser eingesetzt (Cyclophotokoagulation), der exakt die Strukturen des Ciliarkörpers koaguliert.
Bei der Kryokoagulation wird dieses etwas unspezifischer durch eine Vereisung erreicht.
Vorteil dieser Verfahren ist, dass das Auge nicht eröffnet werden muß.
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