Gemeinschaftspraxis
für Anästhesie
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Ihre Untersuchung ergab eine Erkrankung im Bereich der Netzhaut bzw. des Glaskörpers. Um nur einige Beispiele zu nennen kann es sich dabei um eine der folgenden Erkrankungen handeln:
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eine Ablösung der Netzhaut
- ein Loch im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens
- eine Membran- bzw. Bindegewebswucherung im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens
- eine Erkrankung mit krankhafter Anheftung des Glaskörpers im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens
- eine Trübung, bzw. Blutung im Bereich des Glaskörpers
- eine fortgeschrittene diabetische Retinopathie
Ohne Operation würde die Sehverschlechterung fortschreiten bzw. wäre eine Verbesserung nicht zu erwarten. Ziel der Operation ist es das weitere fortschreitenden der Sehverschlechterung zu verhindern, die Sehfähigkeit zu stabilisieren und gegebenenfalls eine Verbesserung der Sehfähigkeit zu erreichen.
Deshalb kann es notwendig sein den Glaskörper zu entfernen und ggf. zusätzlich operative Eingriffe an der Netzhaut durchzuführen.
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Fragen zu Makuladegeneration...
Was ist AMD?
Was passiert bei der feuchten AMD?
Warum kommt es zur AMD?
Feuchte AMD: Welche Behandlung?
Was ist nach der OP zu beachten?
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Was ist AMD?
Es werden 2 Formen der altersabhängigen Makuladegeneration unterschieden. Währen bei der trockenen Form meist keine Therapie notwendig ist, ist bei der feuchten Form eine zügig eingeleitete Therapie die einzige Möglichkeit einen dramatischen Verlust der zentralen Sehkraft zu verhindern.
Bei Ihnen wurde die feuchte Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) festgestellt.
Die AMD ist eine chronische Erkrankung, bei der die zentrale Sehschärfe verloren gehen kann. Dieser Vorgang kann langsam fortschreiten, insbesondere bei der feuchten AMD kann der Sehverlust aber auch innerhalb kurzer Zeit eintreten. Die AMD ist in den Industriestaaten die häufigste Ursache für schwere Einschränkungen des Sehvermögens bei Menschen über 50 Jahre. Nach Aufklärung über die Ursachen der AMD wurde Ihnen eine Therapie vorgeschlagen. Die folgenden Seiten sollen Sie unterstützend darüber informieren, worauf diese neue Behandlung beruht und wie die Therapie durchgeführt wird. |
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Was passiert bei der feuchten AMD?
Als Makula (gelber Fleck) bezeichnet man jene Stelle der Netzhaut des Auges, mit der wir am schärfsten Sehen und auch Farben wahrnehmen können. Genau hier kommt es bei der AMD zu Schädigungen, die im Verlauf der Erkrankung das zentrale Sehen beeinträchtigen. Die feuchte Form der AMD kann zu einem schnellen Sehverlust führen. Deshalb ist es wichtig, die Krankheit frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig mit einer Therapie zu beginnen. Als erste Anzeichen der Erkrankung werden gerade Linien vom Patienten verbogen oder verzerrt wahrgenommen.
Wachstumsfaktoren spielen bei der Entstehung der feuchten AMD eine wichtige Rolle. Durch krankhafte Veränderungen und Alterungsprozesse in der Netzhaut beginnen bei der feuchten AMD neue, abnorme Blutgefäße in die Netzhaut zu wachsen. Blut und Flüssigkeit können austreten und die empfindlichen Sehzellen schädigen. Ein wichtiger Auslöser für diese Krankheitsprozesse ist ein körpereigenes Eiweißmolekül, der Vaskuläre Endotheliale Wachstumsfaktor, kurz VEGF, genannt. |
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Warum kommt es zur AMD?
Die Ursachen der AMD sind nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass im höheren Lebensalter die Entsorgung von Stoffwechselprodukten im Auge nicht mehr richtig funktioniert und dies den Krankheitsprozess der AMD und die Ausschüttung des Wachstumsfaktors VEGF auslöst. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören neben dem höheren Alter genetische Faktoren (Vererbung). Außerdem wird ein Zusammenhang zwischen AMD und Rauchen sowie Sonneneinwirkung (UV-Licht) und vitaminarmer Ernährung diskutiert. |
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Welche Behandlung sollte bei feuchter AMD erfolgen?
Als Therapie haben wir Ihnen die operative Medikamenteneingabe eines das Gefäßwachstum hemmenden und die Netzhautschwellung zurückbildenden Wirkstoffes in den Glaskörperraum empfohlen. Durch das Medikament sollen die neu gebildeten Gefäße inaktiviert und die Netzhautschwellung zurückgebildet werden. Ziel der Behandlung ist, eine weitere Minderung der Sehschärfe zu verlangsamen oder zu stoppen. Beschrieben wurde auch eine Verbesserung der Sehschärfe.
Anwendung
Damit das Medikament seine Wirkung voll entfalten kann, muss es direkt in das Auge, genauer den Glaskörper gespritzt werden. Der Glaskörper ist von gelartiger Konsistenz, er füllt den Augapfel innen aus und gibt dem Auge seine kugelförmige Gestalt. Vor der Injektion wird Ihr Auge örtlich betäubt. Danach sollten Sie bei der Injektion keine Schmerzen verspüren. Um die Wirksamkeit zu gewährleisten, sollte die Injektion mehrmals wiederholt werden. Studienergebnisse haben gezeigt, dass nach dem derzeitigen Stand und Ermessen des behandelnden Arztes eine mindestens 2-jährige Behandlung sinnvoll ist. Regelmäßige Nachkontrollem durch den Augenarzt sollten eingehalten werden. Bitte halten Sie sich an die Angaben des Augenarztes bezüglich Vor- und Nachbehandlung!
Erfolgsaussichten
Die Erfolgsaussichten hängen davon ab, in welchem Stadium die Therapie begonnen wird. In der Regel sprechen die Patienten in einem frühen Krankheitsstadium besser auf die Therapie an. In Studien konnte gezeigt werden, dass bei 70 % der behandelten Patienten das Voranschreiten der Erkrankung verlangsamt wurde und bei einem Drittel aller Patienten sogar eine Stabilisierung bzw. Verbesserung der Sehkraft erreicht wurde. |
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Wer darf/ kann behandelt werden?
Die Therapie darf nicht bei Patienten angewendet werden, bei denen eine Augeninfektion schon bekannt ist oder bei denen der Verdacht auf eine solche Infektion besteht. Außerdem sollte die Therapie nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den injizierten Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile der Injektionslösung eingesetzt werden. |
Was ist nach der OP zu beachten?
Für den Tag nach der operativen Medikamenteneingabe sollten Sie bei Ihrem Augenarzt einen Termin für eine Nachuntersuchung vereinbaren. In den ersten Tagen und Wochen nach der Behandlung müssen Sie auf Symptome wie Schmerzen, zunehmende Rötung des Auges, Blendungsempfindlichkeit, zunehmendes Verschwommensehen oder starken Abfall des Sehvermögens achten. Dies könnte auf eine Infektion des Auges oder eine andere therapiebedürftige Situation hinweisen. In diesen Fällen ist das unmittelbare Aufsuchen eines Augenarztes als Notfall notwendig.
Kosten der Behandlung
Die Therapie wird nicht automatisch von der Krankenkasse erstattet. es ist daher erforderlich, dass Sie einen Eilantrag zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse einreichen. Dabei sind wir Ihnen gerne behilflich! |
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